Moselfreund
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Geschichte des Weines

Die Chronik des Weins ist eng mit der Entwicklung früherer Kulturen verbunden. Einmal galt der Wein als Trank der Götter, in anderen Kulturen war der Wein ein Symbol vergossenen Blutes im Kampf gegen die Götter. Auch als Grabbeigabe wurde er häufig verwendet. Und heute?

Kerne von durch Menschenhand angebauten Reben können auf eine Periode von 8.000 Jahren vor unserer Zeitrechnung datiert werden. Da lebte sogar das Tote Meer noch. Die eigentliche Kultivierung lies aber noch viele Monde (einige Jahrhunderte) auf sich warten und bekam mit der Sesshaftigkeit der Völker erst wahre Bedeutung.

Über "die Erfindung des Weines" gibt es eine Sage aus der Zeit des persischen Königs Dschamschid (etwa 2.500 Jahre vor unserer Zeitrechnung). Es steht geschrieben, dass ein König seine Trauben im Keller lagerte. Diese gärten nach einiger Zeit und somit begann die Weinkultur. Man dachte zuerst, die Trauben seien von bösen Geistern besessen und vergiftet. Als die Königin von diesem wohlschmeckenden Getränk nahm, um vor ihrer Migräne in den Selbstmord zu fliehen, wurde sie nicht nur von ihren Brummschädel befreit, sondern sie wurde auch in fröhliche Stimmung versetzt. Aus diesem Grund wurde der Wein zum offiziellen Getränk. Wer's glaubt!

Aufgrund von Klimaveränderungen erreichten die Weinproduktion und der Weinkonsum ab der Übergangsphase vom Früh- zum Hochmittelalter in ganz Europa seinen wahrhaftigen Höhepunkt.

Wein war nun auch für die die nicht wohlhabenden Schichten verfügbar. Angebaut wurde in der nördlichen Ausdehnung bis nach Königsberg (heutiges Kaliningrad) und Thorn in Ostpreußen. Selbst in Südengland wurde umfangreich Weinbau betrieben. Wein wurde nun von großen Teilen der Bevölkerung fast täglich getrunken und so zu einem wichtigen Handelsgut. So tauschten beispielsweise friesische Händler schon im 9. Jahrhundert in Mainz Textilien gegen Wein ein, und die Hanse belieferte im 12. Jahrhundert unter anderem England und Norwegen mit Rheinwein. Das Reifen von trefflichen Wein erforderte spezielle Kenntnisse sowie geeignete Lagerräume und Fässer. Der Wein scheint demnach nur selten lange haltbar gewesen zu sein. Deshalb wurden dem Wein häufig Gewürze wie Ingwer, Pfeffer, Paradieskörner, Muskatnuss und Gewürznelke beigemischt, da dies die gesundheitsfördernde Wirkung des Weins unterstützen sollte. Ich verwende in meinem Hypocras- Rezept u.a. auch Kardamom und Weihrauch.

Bereits im 14. Jahrhundert konnte man die dazu benötigten Gewürze in kleinen Säckchen als fertige Gewürzmischung kaufen. Gibt es heute bei uns auch auf den neuzeitlichen Märkten, beim Teutates.

Wein war im Mittelalter auch Grundlage der Herstellung höherprozentiger Branntweinzubereitungen. Dies diente jedoch vornehmlich medizinischen Zwecken.

Soweit die Vergangenheit. Heute ist Wein ein Genussmittel üppiger Vielfalt. Die Auswahl ist schier unüberschaubar, aus aller Herren Länder wird Wein importiert und teilweise zu Schleuderpreisen feilgeboten. Aber vielleicht mundet dieser dann auch wie der Wein damals im dunklen Mittelalter, haarrrr haarrrr!

Ich preise Euch jedoch nur feinsten, hochwertigen Wein aus deutschen Landen an.

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